INTERVIEW MIT BERNARD VOERDING

von DEAN NELSON

17. September, 1936


"Bernard Peter Voerding wurde am 7. Dezember 1855 in der Spring Prairie, im Kreis Walworth, Wisconsin, geboren als Sohn von Henry und Mary Ann Voerding. Als Bernard dreieinhalb Jahr als war, wanderten seine Eltern nach Minnesota und ließen sich in Luxemburg, Kreis Stearns, nieder. Hier kaufte Henry Voerding die Wohnstätten-Rechte eines anderen Siedlers, der nicht dort bleiben wollte. Henry errichtete ein Blockhaus aus Tamarack-Stämmen und begann damit, sein neues Land umzubrechen. Mit einem Ochsengespann und rohem Werkzeug richtete Henry Voerding eine Farm ein und durch harte Arbeit wuchs sie schnell. Nach einigen Jahren war er in der Lage, mehrere Ochsengespanne zu kaufen, die er an N. P. Clark aus St. Cloud vermietete, um Vorräte herbeizuschaffen.
"Bernard Peter Voerding besuchte einige Jahre lang die Schule in Luxemburg und St. Joseph, dann half er seinem Vater auf der Farm. Im Alter von 16 Jahren nahm er eines der Ochsengespanne seines Vaters und begann damit, Vorräte von St. Paul nach St. Cloud zu befördern. Von dieser Stelle transportierten er und einige andere Gespanne die Vorräte zu den nördlichen Forts Ambercrombie und Pembanaw. Dies war eine sehr gefährliche Fahrt, und das Land war wild. Bernard Peter war jedesmal sehr nervös während des letzten Teils der Fahrt, und er war dankbar, wenn die Reise vorbei war. Er stellt fest: 'Die Ochsen konnten nur acht bis zwanzig Meilen pro Tag ziehen, und so könnt ihr sehen, daß die Rundfahrt etwa einen Monat dauerte, je nachdem, wieviel Glück man hatte. Auf dem Red River fuhren Boote, und manchmal trafen wir eines, daß unsere Vorräte zu ihrem Bestimmungsort brachte, und dann brauchten wir den letzten Teil der Fahrt nicht zu machen, sondern kehrten direkt nach Hause zurück.'
"Mein Vater warnte mich immer vor den Indianern und erzählte mir Geschichten davon, was geschehen war, als ich ein kleines Kind war. Er sagte, vor dem Sioux-Stamm müsse man sich in Acht nehmen, und die Chippewas seien freundlich. Eine Zeitlang um 1860 mußte er meine Mutter, meinen Bruder und mich nach St. Cloud bringen, weil die Stämme in der Nähe von Luxemburg Krieg führten. Nachdem alle Pioniere ihre Familie in St. Cloud untergebracht hatten, kehrten sie zurück, um ihr Vieh und ihre Ochsen zu bewachen. Mein Vater sagte immer, es sei ein Glück gewesen, daß die Indianer nicht gekommen seien, denn sie hätten ihnen keinen Widerstand leisten können. Sie würden nicht nur ihr Vieh verloren haben, sondern auch ihr Leben."
Am 30. Oktober 1882 heiratete Bernard Peter Voerding Elizabeth Schulte in Newburg, Wisconsin.
Elizabeth (Schulte) Voerding war in Newburg, Wisconsin, am 5. Juni 1859 als Tochter von Frank und Marie Schulte geboren worden. Sie verbrachte ihre frühen Lebensjahre dort bis zur Zeit ihrer Heirat.
Nach ihrer Heirat kamen die Voerdings zurück nach Minnesota und betrieben in der Nähe von St. Cloud eine Farm. Sie betrieben die Farm einige Jahre lang, dann ging Bernard Peter nach Montana und steckte dort ein Stück Land ab. Dieser Besitz wurde gerichtlich eingetragen, und dann kehrten die Voerdings nach St. Cloud zurück. Bernard Peter arbeitete hier in verschiedenen Berufen und lebt nun im Ruhestand in Ost-St. Cloud.
Bernard Peter und Elizabeth (Schulte) Voerding bekamen zehn Kinder, drei starben, die noch lebenden sind: Martha, Henry, Alma Idella, Isabell, Norbert und Raymond. Sie haben zehn Enkelkinder und drei Urenkel.
Während des Interviews sagte Bernard: "Die Indianer pflegten in unser Haus zu kommen um alle im Kreis auf dem Boden zu sitzen. Sie rauchten und unterhielten sich, und meine Mutter litt Todesängste. Das war nicht so schlimm, aber einmal überfielen einige Siouxindianer unsere Nachbarn und skalpierten zwei von ihnen.
Ich fuhr über Tag für McClure und Clark von St. Cloud nach Lily Pond. Es gab mehrere Treiber-Schichten. Einige von ihnen brachten die Stämme oberhalb des Flusses zu Wasser und brachten sie zu uns. Dann trieben wir sie nach Lily Pond. Von dort nahm die Boom Co. sie mit nach Minneapolis. Stämme flößen war eine anstrengende Arbeit und erforderte schnelle Füße und ein gutes Reaktionsvermögen. Dies war, bevor die Sägemühle von Bridgeman in St. Cloud gebaut wurde.
Bernard Peter und Elizabeth Voerding sind beide sehr aktiv für ihr Alter und genießen das Leben in dem östlicher St. Cloud.

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Last modified: March 9, 2002
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