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Duelm, Benton Co. MN, den 19. Juni 1885
Liebe Franziska L. u. Wa.
ich übersende euch hiermit den Schuldschein von
A. Hühlenbeimer für den Fall das er sein Kolonat sollte unter der Hand verkaufen welches er
willens ist um dann das Geld einzukassieren bevor er zum zweiten mal [unleserlich] nach Amerika
kommt. Ihr könntet dies unbedingt bei H. Schmitz erfahren. Ich habe ihm 140 M. geborgt das
übrige hatte ihm Clemens geborgt. Sollte er es euch so ohne Umstände zahlen wollen, so wäre
165 M. genügend, sollte er aber nicht nach Amerika ziehen wo [unleserlich] so hat die
Geschichte Zeit bis ich komme. Das beste ist aber ihr sagt ihm ich hätte euch die Note
zugeschickt über 10 Tage wäre dieselbe fällig zu zahlen. Theodor Hesker hat ihren Schuldschein
Rechtsanwalt Schlüter zugeschickt das er das Geld einkassierte und ihr es dann nach Amerika
herüber schickt. Liebe Franziska heute über 14 Tage werde ich die Rückreise antreten so das
ich am 8. Juli auf dem Schiff komme und werde dann ungefähr am 19. oder 20. wieder bei euch
sein. Ich schließe mein Schreiben und hoffe das es euch in ebenso guter Gesundheit antrifft
wie es mich verläßt. Mündlich mehr
Es schreibt euch allen recht bestens Fr. Diekämper
Gruß von Clemens und Frau
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