Koblenz, den 7.3.71
Liebe Franziska! Wenn ich hier in Koblenz mal spazieren gehe, so
führt der Weg mich oft an eine Reihe schöner und glänzender Läden vorbei, die mich in Grunde
nichts angehen, die für mich aber deshalb von Interesse sind, weil ich oft hier und da
Gegenstände fand, von denen ich dachte, daß auch du gewiß gern in Besitz einiger dieser
Sachen seiest. Da mir nun eingefallen ist, daß in einigen Tagen dein Namenstag heranrückt,
so benutze ich den Augenblick dir zu demselben einiges von den Sachen zu übersenden. Ich
kann dieses zwar nicht zu dem Rang schöner Sachen rechnen, fand es aber als [schwer
leserlich: einen schöner en?] Gegenstand, als hätte ich dir vielleicht irgend etwas
anderes gekauft, was du nicht so nützlich hättest in Anwendung bringen können; und auch,
weil ich weiß, daß es ein Hauptgegenstand ist, welches das neue Zimmer noch Zierde bringt.
Wenn nun die Eisenbahnen richtig fahren, und die Posten auch ihre richtige Aufmerksamkeit
darüber haben, so muß dieses Präsentchen gerade am Morgen deines Namenstages in deine Hände
gelangen, und wenn dadurch deine Freude an diesem Tage um etwas erhöht wird, und du dich
jedesmal so oft du dieses Lämpchen siehst, recht liebevoll meiner erinnern willst, so ist
mein Wunsch erfüllt. Sollte ich mich jedoch in der Wahl vergriffen haben, so bitte ich um
Nachsicht mit mir zu haben, und du möchtest dann weniger die Sache, als meinen guten Willen
in Anschlag nehmen. Ich schließe mit der Zuversicht mein Schreiben, daß du es als ein gern
gegebenes Geschenk annehmen willst von der Hand deines achtbaren und ewig treu liebenden
Schwagers Clemens Diekämper
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